Ratgeber
Was auf einem Duftbaum stehen muss: Kennzeichnung verstehen
Die Rückseite eines Duftbaums ist kein Kleingedrucktes. Dort steht, wer das Produkt verantwortet und was drin ist – und genau daran erkennst du schon vor dem Kauf, mit wem du es zu tun hast. Dieser Überblick erklärt, was auf ein Etikett gehört und worauf du im Onlineshop achten kannst.
Hinweis: Das ist eine allgemeine Orientierung für Käufer und keine Rechtsberatung.
Wer das Produkt in Verkehr bringt
Zu jedem Produkt gehören Name und Anschrift des Herstellers oder des Verantwortlichen in der EU, dazu eine Kontaktmöglichkeit. Das ist keine Formsache: Ohne diese Angabe weißt du nicht, an wen du dich wendest, wenn etwas nicht stimmt.
Im Onlinehandel müssen diese Angaben bereits vor dem Kauf zugänglich sein – nicht erst auf dem Päckchen, das eine Woche später ankommt.
Gefahrenkennzeichnung – wenn das Duftöl eingestuft ist
Duftöle sind chemische Gemische. Je nach Rezeptur können sie einstufungspflichtig sein, etwa wegen hautreizender oder allergisierender Bestandteile oder weil sie Gewässer gefährden. Trifft das zu, gehören auf das Etikett:
- ein Signalwort – „Achtung" oder „Gefahr"
- das passende Gefahrenpiktogramm, die rote Raute
- H-Sätze, die die Gefahr benennen
- P-Sätze mit den Sicherheitsratschlägen
- Angaben zum Lieferanten
Wichtig dabei: Diese Angaben gehören zusammen. Ein Piktogramm allein, ohne Signalwort und ohne H-Sätze, sagt dir nicht, worum es eigentlich geht.
Umgekehrt gilt genauso: Ist ein Gemisch nicht einstufungspflichtig, braucht es diese Kennzeichnung nicht – und darf sie auch nicht vortäuschen. Ein Piktogramm als Dekoration wäre irreführend.
Im Onlineshop musst du es schon vor dem Bestellen sehen
Im Laden hältst du das Etikett in der Hand, bevor du dich entscheidest. Online nicht. Deshalb sieht das Chemikalienrecht vor, dass bei einem eingestuften Gemisch die Art der Gefahren bereits in der Verkaufsanzeige genannt wird – also dort, wo du auf „In den Warenkorb" klickst.
Für dich ist das ein einfacher Prüfstein: Wenn ein Produkt erkennbar eingestuft ist, im Shop aber nichts dazu steht, fehlt etwas.
Allergene und der UFI-Code
Bestimmte Duftstoffe müssen ab einer festgelegten Konzentration namentlich genannt werden, weil sie Allergien auslösen können. Wer empfindlich reagiert, findet dort die Information, die er braucht.
Bei einstufungspflichtigen Gemischen kommt der UFI dazu – ein Code aus Buchstaben und Ziffern, über den ein Giftinformationszentrum im Notfall die genaue Rezeptur nachschlagen kann. Er wirkt unscheinbar, ist im Ernstfall aber das, was zählt.
Eine Sprache, die du auch lesen kannst
Kennzeichnung muss in der Sprache des Landes stehen, in dem verkauft wird. Ein englischer Sicherheitstext auf einem Produkt, das in Deutschland angeboten wird, erfüllt das nicht – auch wenn er inhaltlich stimmt. Achte darauf, wenn dir ein Etikett auffällt, das offensichtlich unverändert aus dem Ausland übernommen wurde.
Sicherheits- und Entsorgungshinweise
Dazu gehören die praktischen Dinge: außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren, nicht zum Verzehr geeignet, nicht in die Augen bringen. Und der Hinweis, dass Duftöl auf Textilien oder Kunststoff Flecken hinterlassen kann – deshalb hängt ein Duftbaum frei und liegt nicht auf dem Armaturenbrett.
Kurze Checkliste vor dem Kauf
- Steht der Hersteller oder EU-Verantwortliche mit Anschrift da?
- Gibt es eine echte Kontaktmöglichkeit, nicht nur ein Formular?
- Falls eingestuft: Signalwort, Piktogramm und H-Sätze schon auf der Produktseite?
- Werden Duftstoff-Allergene genannt?
- Sind Sicherheits- und Entsorgungshinweise vorhanden?
- Steht alles in einer Sprache, die du verstehst?
- Ist die Füllmenge angegeben?
Zum letzten Punkt gibt es einen eigenen Ratgeber: Wie viel Duftöl steckt in einem Duftbaum?
Wie AROVO das handhabt
Auf jeder Produktseite stehen Herstellername, vollständige Anschrift, E-Mail und Telefonnummer sowie die Sicherheitshinweise – vor dem Kauf, nicht erst auf dem Päckchen.
Auf der Rückseite der Duftbaum-Karte selbst stehen dieselben Herstellerangaben, Hinweise zum Umgang und zur Entsorgung sowie ein Gefahrenpiktogramm.
Beim AROVO Diffusor zeigen wir die Gefahrenkennzeichnung zusätzlich bereits auf der Produktseite – Signalwort, Piktogramme, H- und P-Sätze sowie den UFI –, weil im Fernabsatz niemand das Etikett vorher zu Gesicht bekommt.
Häufige Fragen
Muss jeder Duftbaum ein Gefahrensymbol tragen?
Nein. Ein Piktogramm ist nur dann vorgeschrieben, wenn das Gemisch entsprechend eingestuft ist. Fehlt es, kann das entweder heißen, dass keine Einstufung nötig ist – oder dass die Kennzeichnung fehlt. Die übrigen Angaben helfen beim Unterscheiden.
Was ist ein UFI genau?
Ein eindeutiger Rezepturidentifikator. Er verknüpft das Produkt mit einer beim Giftinformationszentrum hinterlegten Rezeptur, damit im Notfall schnell klar ist, womit man es zu tun hat.
Woran erkenne ich einen unseriösen Anbieter?
Am zuverlässigsten an dem, was fehlt: keine Herstelleranschrift, keine Kontaktmöglichkeit außer einem Formular, keine Angaben zu Inhalt oder Menge. Wer nichts angibt, hat sich mit den Anforderungen meist gar nicht erst befasst.